I should know who I am by now

aber wie denn? wie soll ich das denn eigentlich wissen..

es gibt so viele ecken, so viele kleine kammern in meinem koerper, in meiner.. ich nenne es mal seele, die mir so lange verschlossen bleiben, von denen ich nichts weiß und die ploetzlich aufspringen und laut „hier!“ schreien.. wie soll ich die denn einordnen koennen? wie soll ich verstehen was das alles mit mir macht. was ich selber mit mir mache und was andere mit mir machen?

es gibt so viele dinge in unserem leben die uns beeinflussen. unsere familie, die freunde, die lehrer, die menschen denen wir nur kurz in der stadt begegnen. alle sehen sie uns an, mit unterschiedlichen blicken, die alle etwas anderes sagen und sie alle hinterlassen bei uns einen anderen eindruck. ueber die beeinflussung durch fremde haben wir uns sicher alle schonmal gedanken gemacht, aber was ist mit den dingen die aus uns selber kommen? mit den gedanken die entstehen ohne, dass wir in dem moment jemandem gegenuebersitzen, die aengste die scheinbar unbegruendet aus dem moment heraus entstehen, was ist damit? sind sie wirklich unbeeinflusst von anderen menschen? oder sind auch sie eine spiegelung von dem was wir am tag erleben? sind sie, wie fuer manche menschen die traeume? sind unsere persoenlichen gedanken, handlungen, ideen und aktionen gesteuert vom unbewussten, von dem was wir niemals kontrollieren werden und was uns zu dem macht was wir eigentlich sind? mit sicherheit. das unbewusste spielt eine rolle. wir sind, von diesem standpunkt aus gesehen, ein buendel von beduerfnissen, trieben, wuenschen und aengsten. woher auch sonst sollen sie kommen? aber wie kommen die ganzen merkwuerdigen sachen in unser unbewusstes? durch verdraengung? durch unbewusst wahrgenomme handlungen anderer menschen? dann waeren ja wieder sie schuld. „die anderen“.

es ist doch aber zu einfach immer bei den anderen die verantwortung, die „schuld“ zu suchen. irgendwo muss es doch einen ursprung der dinge geben. liegt dieser wirklich in uns? wenn man das alles so sicher sagen koennte, dann waere die psychologie wahrscheinlich an einem punkt angelangt an dem sie ihre forschungen nahezu einstellen koennte… aber dann komme ich. mit meinen gedanken und ideen! und ich denke zu diesem thema werden noch einige ideen folgen…. im moment ist da nur noch wirres gedankengewust in mir….

In den Autos (Wolf Wondratschek)

Wir waren ruhig,
hockten in den alten Autos,
drehten am Radio
und suchten die Straße
nach Süden.

Einige schrieben uns Postkarten aus der Einsamkeit,
um uns zu endgültigen Entschlüssen aufzufordern.

Einige saßen auf dem Berg,
um die Sonne auch nachts zu sehen.

Einige verliebten sich,
wo doch feststeht, daß ein Leben
keine Privatsache darstellt.

Einige träumten von einem Erwachen,
das radikaler sein sollte als jede Revolution.

Einige saßen da wie tote Filmstars
und warteten auf den richtigen Augenblick,
um zu leben.

Einige starben,
ohne für ihre Sache gestorben zu sein.

Wir waren ruhig,
hockten in den alten Autos,
drehten am Radio
und suchten die Straße
nach Süden.

einmal fuehlt man sich, als waere man weit entfernt von dem wie man eigentlich sein moechte, man weiß, dass man doch eigentlich anders ist, dass man sich viel mehr entfalten moechte. man sieht menschen und denkt sich „so willst du doch eigentlich sein, das ist es!“

dann steht man vor dem spiegel, hat an dieses gefuehl lange nicht mehr gedacht und ploetzlich kommt es ueber einen! man sieht aus wie man es immer wollte, man denkt ueber sich nach, es faellt einem auf, dass man vieles an sich geaendert hat, dass man so ist und so aussieht, wie man es immer wollte. schoenes gefuehl, dieses gefuehl etwas geschafft zu haben, das erreicht zu haben was man doch immer wollte.

ohne dich



Ich fühle mich leer....
Wenn überhaupt, gibt es mich nur noch halb, 
denn meine andere Hälfte ist zurückgeblieben..
Weit weg, viel zu weit weg....
Und ich habe das Gefühl, je weiter ich mich von Dir entferne desto mehr verliere ich von mir....
Irgendwo auf dem Weg und ich bekomme es erst zurück, wenn ich wieder zu dir komme....
Ich denke an dich und sehe dich vor mir....es quält mich, an die vergangenen Tage zu denken, die so schön waren, dass es wehtut sie jetzt nicht noch einmal erleben zu können....
Ich höre unsere Musik, du weißt welche....
Wenn ich versuche nach vorne zu sehen, mir die Woche vorzustellen, sehe ich einen grauen Schleier....
Es fehlt einer der wichtigsten Farbkleckse in meinem Leben....DU....
Wie soll ich denn ohne dich sein?
Ich hab mein Herz bei dir gelassen und meine Wärme und meine Liebe....
Damit du immer weißt, dass ich da bin. Zwar nicht neben dir, aber ich bin da für dich,
ich bin-wenn ich das darf-ein Teil von dir....
Wenn du magst für immer....