Ein Traum von Freiheit

Den Wind um die Nase, die Straße unter den Raedern und ein Ziel, welches in weiter Ferne am Horizont erscheint.
Unterwegs von hier nach da- hauptsache unterwegs und schnell.
Warum nimmt mich keiner mit, ich will doch nur traeumen, ich will doch nur leben- so wie sie.

Manchmal, da bin ich besessen von diesen Gedanken und ich liebe es mich ihnen hinzugeben und sie zu genießen.

Schoen, wenn das geht. Einfach wegtraeumen in sonnige Laender und in die Mitte dieser anderen Welt.
Und das schoenste ist doch, dass ich nicht weiß, ob ich nicht irgendwann wirklich dort bin.

Someday

Eines Tages bin ich groß.

Und dann werde ich Biker. Oder Baeuerin. Oder auch Hubschrauberpilotin. Oder leidenschaftliche Kartoffelesserin, Kruemelmonster, Perlentaucherin, Kirschkernweitspuckerin, proffessionelle Bloggerin, Koenigin, Ritter, Katzenfluesterin, Rumreiserin oder Vorleserin.

Ich finde, dass das durchaus passable Aussichten sind und diese einmal zum Besten gegeben werden mussten. Denn, eines Tages bin ich ja nunmal groß.

Vielleicht aber auch eben nicht.

Wie wäre es mit Lächeln?

Meine Güte. Immer und überall um mich herum wird gemault. Die einen behaupten sie seien so einsam, die anderen haben keine Zeit mehr für sich selber und der nächste kann sich nicht entscheiden ob nun Ruhe oder Gruppentumult besser ist.
Alles kein Problem, es sind ja nur „Phasen“ und die gehen bekanntermaßen ja immer ganz fix vorbei. Na klar.
Muss es denn wirklich sein, dass melodramatisch dem Geburtstag entgegengesehen wird, nur weil es ein Jahr mehr ist? Seit froh, DASS es ein neues Jahr gibt für euch!
Muss es denn wirklich sein, dass man mault, weil der Freund schnarcht und die Mutter sich morgens um sieben so schrecklich laut in der Küche bewegt?
Muss es denn sein, dass man ständig über sein Gewicht meckert? Hier ein bisschen weniger und da noch und dann ist es auch irgendwann wieder gut- alles klar, dann ab die Post- sonst wird das nix!
Muss es denn wirklich sein, dass die kleinen Wewehchen gleich zum Arzt getragen werden- und wehe es ist nicht der beste, aber was viel wichtiger ist, wehe er verschreibt mir nicht mindestens eine schlimme böse Tablette und sieben Monate Krankensport- das wäre ja sonst auch so als würde er mich nicht ernstnehmen.
Und nein. Man muss auch nicht über die Arbeit meckern, nur weil diese die Frechheit besitzt morgens um 06:30 Uhr den Wecker klingeln zu lassen. Und auch über das Essen, das Wetter und all diese anderen Dinge des alltäglichen Lebens muss man bitte nicht ständig maulen.

Es gibt Momente, da tue ich das auch. Und jeder darf das auch, darum gehts mir nicht. Aber ich finde es abgrundtief scheußlich zu sehen, dass man dauerhaft und scheinbar aus Langeweile und Faulheit in diesen selbstgemachten, volkstauglichen „Winter-Frühjahr-Sommer-Herbst-mecker-Depressionen“ versinkt.- Schließlich „haben wir doch alle besseres zu tun.”
(Denn, wer hat schon Zeit? Das ist doch noch ein weiterer, sehr beliebter Grund weswegen man leiden kann. Nie hat man Zeit und ständig ist jemand da, der irgendwas will. Traurig eigentlich, dass die wenigsten Menschen es schaffen positiven Stress zu erkennen oder wirklich alles so schlecht planen, dass es gezwungenermaßen zu negativem Stress wird. Auch irgendwie selbst Schuld!)