Gelesen: Ein ganzes halbes Jahr (Jojo Moyes)

Schon vor einigen Monaten hat mir meine Mutter dieses Buch empfohlen. Normalerweise lesen wir nicht unbedingt dieselben Dinge, aber ich lasse mir ja durchaus auch mal was empfehlen.
Allerdings waren ihre Worte zunächst etwas beängstigend. Eigentlich weint meine Mutter nicht wenn sie einen Film sieht oder was liest – aber bei diesem Buch musste selbst sie schlucken und schniefen.
Ohwei.

Lange hab ich mich drumrumgedrückt, weil ich dachte warum soll ich mich von einem Buch traurig machen lassen?
Zum Ende des letzten Jahres war ich dann an einem Punkt angelangt wo ich äußerst unzufrieden mit meinem Leseverhalten war.
Allerlei Bücher angefangen und irgendwann die Lust verloren. Nix hat mich längerfristig gepackt – das kann ganz schön frustrierend sein!

Also habe ich es doch mitgenommen, das Buch meiner Mutter. Dann hab ich auch noch von anderen Seiten so allerlei gehört (meine Patentante, ihre Kollegin, alle haben sie geheult!)
Ohje.

Dann habe ich gelesen. Und gelesen. Und gelesen. Und gelesen.
Vor dem Seminar, in der Pause, nach dem Seminar, in der Bahn, am Bahnsteig, im Zug, Im Bett…Immer.
Und ich habe gelacht, geweint und mitgefühlt. Ich war dermaßen Teil des Buches, dass es mich nahezu überwältigt hat. Sehr, sehr beeindruckend.

Um es einmal kurz inhaltlich zusammenzufassen:
Es ist eine Geschichte, eine Erzählung, über Lou und Will. Eine junge Frau und einen jungen Mann, die sich unter Umständen kennenlernen, die sehr schwierig sind.
Will sitzt nach einem Unfall im Rollstuhl – nahezu vollständig gelähmt vom Hals abwärts. Bis auf wenige Bewegungen geht nichts mehr alleine.
Lou kommt über das Arbeitsamt zu ihm, als Pflegeassistenz ohne jede Erfahrung.
Ich will mehr eigentlich nicht verraten, das sollte man alles selber lesen.
Es ist so liebevoll geschrieben, dass man sich einfach in die Charaktere verliebt. So ging es zumindest mir.

Ich habe noch nie in meinem Leben so eine wunderbare Liebesgeschichte und selten bis nie ein so zauberhaftes Buch gelesen.

Keine Sorge, es lässt einen nicht völlig gebrochen und traurig zurück, keinesfalls.
Es stärkt einen irgendwie.
Es ist eine Geschichte über das Glück, das man keinem Menschen aufzwingen kann. Über Liebe zur falschen Zeit, über das was Menschen wirklich ausmacht und darüber, dass jeder Mensch etwas im Leben braucht an dem er sich festhalten kann.

Mit mir hat dieses Buch etwas gemacht und ich habe viel darüber nachgedacht.
Wenn ihr also mal Zeit und Ruhe habt, lest es.
Tut euch selber den Gefallen und lest es.

Ich danke jedenfalls meiner Mami, dass sie es mir so nachdrücklich empfohlen hat! 🙂

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